Um unsere Seite optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Einfach ne leere Grafik.

von Lars Heidemann

Moderne Technologie: Aufgekauft und eingestampft

Google und Apple beackern das gleiche Feld. Mit Vorstellung des Nexus One durch Google wurde das Kriegsbeil ausgegraben. Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt.

reMail wurde im November 2008 mit dem Ziel gegründet eine iPhone App zu entwickeln, die neben einem E-Mail Client eine sehr performante Volltextsuche bietet.

Dies ist reMail gelungen. Die App wurde im August 2009 fertig gestellt und schaffte es unter die Finalisten des Microsoft BizSpark Acelerator 2010.

Durch ein neuartiges Kompressionsverfahren können beispielsweise 100.000 E-Mails auf unter 500MB gespeichert werden, die in Gmail 4GB an Platz beanspruchen. Alle so zusammengefassten E-Mails werden indiziert und können über eine intelligente Suche durchsucht werden.

Gerade für IMAP Nutzer war dies ein komfortabler Dienst, da die Applikation auch offline gearbeitet hat.

Warum hat?

Google hat reMail am 17. Februar 2010 gekauft. Vielleicht nur, um so wieder in den Besitz seines ehemaligen Gmail-Entwicklers zu gelangen, der reMail gegründet hat?

Vielleicht.

Nachdem jedoch bekannt wurde, dass Google und reMail gemeinsam entschieden hätten reMail nicht weiter zu entwickeln und das Programm aus dem App Store zu entfernen, denke ich, dass Google damit gegen Apple schießt. Und Google muss dem Entwickler eine gute Perspektive geboten haben, damit dieser sein geistiges Kind zu Grabe trägt.

Google hat vor kurzer Zeit sein eigenes Telefon Nexus One auf Markt gebracht, das Apple Marktanteile abringen soll. Nicht umsonst hat Apple laut darüber nachgedacht den Partner für die voreingestellte Suche auf dem iPhone zu überdenken. Bisher ist Google Partner der Wahl. Aber es sollen Gespräche mit Microsoft stattgefunden haben, um bing als Suche zu integrieren.

Auch hier könnte die Perspektive in Form von Geld eine maßgebliche Rolle spielen, da Apple von Google pro Jahr mit 100 Millionen Dollar an den erzielten Werbeeinnahmen beteiligt wird. Bei Microsoft könnte die Beteiligung üppiger ausfallen und bing ist alles andere als eine schlechte Wahl. Der einzige Makel an bing ist, dass der Dienst von Microsoft ist.

Es ist ein Kampf der Giganten. Haben sich beide Konzerne in der Vergangenheit noch ergänzt und konnten voneinander profitieren, wird vermehrt das gleiche Feld beackert, um Erträge zu generieren. Hier möchte keiner der beiden zurückstecken.

Der Kauf und das Einstellen von reMail ist nur ein erster Schritt dem iPhone eine App zu nehmen und zukünftige Funktionen des Nexus One zu stärken.

Der Leidtragende ist der Anwender, der sich zukünftig entscheiden muss: Google oder Apple. Bisher konnte man die Vorteile beider Dienste miteinander kombinieren.

Links: