Quo Vadis SXO? © chrupka – stock.adobe.com

Quo Vadis SXO?

von Victoria Ernst

Unsere Branche ist überflutet mit Abkürzungen: SEO, SEA, SEM, SMM, SMO, UX, UI, und jetzt auch noch SXO? Da kann man schnell mal den Überblick verlieren.

SEO + UX = SXO, doch was heißt das eigentlich?



Was sind UX und SEO?

Auf den ersten Blick wirken SEO (Search Engine Optimization) und UX-Design (User Experience Design) wie getrennte Bereiche: SEOs konzentrieren sich darauf Webseiten und deren Content so bereitzustellen, dass eine Suchmaschine sie möglichst optimal erkennt und entsprechend hoch rankt. UX-Designer:innen legen ihren Fokus auf die Nutzererfahrung und versuchen, die Webseite dahingehend zu verbessern.

UX und SEO können ohneeinander funktionieren. Es gibt Fälle, wo es nicht unbedingt Sinn ergibt beide Disziplinen zu beachten. Passwortgeschützte Webseiten kommen zum Beispiel ohne SEO aus. Andersherum kann eine Webseite sehr guten SEO-Erfolg mit einem simplen, „UX-losen“ Design haben.

Doch so unterschiedlich sind beide Disziplinen nicht. Vor allem bei der Recherche zum Projekt gibt es viele Überschneidungen und tolle Möglichkeiten zur Kollaboration der beiden Teams.



Der Nutzer im Fokus

Der Kern beider Disziplinen ist der Nutzer und dessen Bedürfnisse. Diese müssen von Anfang an analysiert werden, die Erstellung von verschiedenen Nutzerprofilen (oder Personas ) hilft. Man macht sich also Gedanken über den Weg des Nutzers zur eigenen Webseite, seine Anforderungen an die Webseite, welche Begriffe ihm besonders wichtig sein könnten. Alles mit dem Hintergedanken, wie die benötigten Informationen möglichst effizient dargestellt werden können.

SEO-Fachkräfte beschäftigen sich hauptsächlich mit der Suchmaschine, die den Nutzer letztendlich zu einer, ihm eventuell noch unbekannten, Webseite führen kann. Welche Intention könnte der Nutzer mit seiner Suche haben? Nach welchen Wörtern könnte er suchen? Wie muss das Suchergebnis aussehen, um den Nutzer zum Klick zu verleiten? Und wie muss meine Webseite aussehen, damit sie in der Suchmaschine möglichst weit oben vorgeschlagen wird?

UX-Designer:innen beschäftigen sich mit ähnlichen Fragen, allerdings erst dann, wenn der Nutzer bereits auf der Webseite angekommen ist: wonach genau sucht der Nutzer? Wie bringe ich ihn am einfachsten zu dem gewünschten Ergebnis? Wie verpacke ich die Informationen möglichst ansprechend?

Beiden Teams ist also geholfen, wenn zusammen überlegt wird, wie der typische Nutzer der eigenen Webseite aussieht und welche Anforderungen er hat.



Core Web Vitals und Nutzersignale als Ranking Faktor

In diesem Jahr gab es bereits entscheidende Anpassungen von Google, was den Algorithmus der Suchmaschine angeht. Vor allem die Core Web Vitals spielen mittlerweile im Ranking der Webseiten eine große Rolle. Sowohl das Design- als auch das Back-End-Team muss also beim Aufbau der Webseite auf eine optimale Struktur, schnelle Ladezeiten und technische Fehlerfreiheit achten, damit die Webseite überhaupt eine Chance auf gute Rankings auf Google hat.

Genauso sind mittlerweile die Signale des Nutzers, wie die Verweildauer oder Klicktiefe, Rankingfaktoren die vom Design der Seite entscheidend beeinflusst werden können. Nutzersignale sind nicht immer leicht auszulegen. Eine lange Verweildauer auf einer bestimmten Unterseite deutet meistens auf ansprechenden Content hin. Eine kurze Verweildauer auf vielen verschiedenen Unterseiten könnten auf eine verwirrende Seitenstruktur hinweisen. Diese Signale sind immer individuell für die Art der Webseite zu interpretieren.

Nur Seiten mit guten Nutzersignalen werden von Google weit oben in den Suchergebnissen angezeigt.

Beide Faktoren tragen maßgeblich zum Ranking der Webseite auf Google bei, sind also entscheidende Kriterien der Suchmaschinen Optimierung. Beides kann außerdem von gutem UX- Design beeinflusst werden. UX-Designer:innen wiederum profitieren davon, wenn durch gute SEO-Ergebnisse viele Nutzer auf die Webseite geführt werden.



Fazit

Im Laufe der Webentwicklung haben SEO und UX also immer wieder Berührungspunkte. Immer wieder gibt es Phasen, in denen enge Zusammenarbeit erforderlich ist, sei es bei der Recherche, der tatsächlichen Seitenstruktur oder der Verfolgung der Nutzersignale. SEO ist oft maßgeblich von einem optimalen Design und der korrekten technischen Umsetzung abhängig, während der UX-Bereich maßgeblich von der SEO-Analyse profitieren kann.




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